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Gemeindebeiträge

mybuxi unterwegs im Emmental

Gemeindebeiträge

Das mybuxi ist ein nicht-konzessioniertes Mobilitätsangebot. Daher kann der Betrieb nicht von Kantonen und dem Bund im Rahmen der Finanzierung des Regionalen Personenverkehrs subventioniert werden. Möglich sind jedoch Gemeindebeiträge.  

Finanzierung der Mobilität

Wir verfolgen das Prinzip der Kostenwahrheit in der Mobilität. Heute wissen bestenfalls Experten, was uns unsere Mobilität tatsächlich kostet. Als Bürger zahlen wir für Mobilität an verschiedenen Stellen: als öV-Nutzer für Fahrkarten, Vergünstigungskarten und Steuern; als Autofahrer beim Kauf des Autos, Versicherungen, Steuern, Treibstoff, Service, Parkplätzen, Maut etc. Das führt dazu, das die Verkehrsteilnehmer die tatsächlichen Kosten meist nicht kennen und in der Regel unterschätzen. 

Beispiel: die durchschnittliche Abgeltung (Subvention) des öffentlichen Regionalverkehrs liegt bei 50%. Während die städtischen Verkehrsbetriebe in den Großstädten oft Deckungsgrade von über 70% erreichen, erreichen nur sehr wenige Linien im ländlichen Verkehr eine Finanzierung über 50% durch die Ticketeinnahmen. Oft liegen sie deutlich darunter. Das bedeutet: bei einem Ticketpreis von CHF 5.- und einem Deckungsgrad von 25% werden CHF 15.- als Subvention über die Steuern bezahlt. 

Gemäss einer in Nature vom April 2020 unterschätzen Autobesitzer in Deutschland die Gesamtkosten ihres eigenen PKW systematisch um bis zu 50%. Dies dürfte in der Schweiz sehr ähnlich sein. 

Daten zu den Kosten der Mobilität stellt das Bundesamt für Statistik zur Verfügung. 

Mit dem bewussten Verzicht auf die Subventionierung des Betriebs durch Bund und Kantone steckt das mybuxi in einem Dilemma: auf der einen Seite vergleichen mögliche Fahrgäste die Fahrpreise des mybuxi mit dem Ticketpreis des öffentlichen Verkehrs, auf der anderen Seite mit dem eingebildeten Kosten des eigenen Autos. In beiden Fällen erscheint das mybuxi als doppelt so teuer wie die Alternativen.  

Finanzierungsmodell mybuxi

Das Dilemma stellt mybuxi vor die Herausforderung, auch ein innovatives Finanzierungsmodell zu entwickeln. Dieses verfolgt einen einfachen Grundsatz: die Kosten werden (hälftig) aufgeteilt zwischen den Verursachern des Mobilitätswunschs und den Passagieren. Die Fahrausweise müssen also 50% der Kosten tragen können. Die zweite Hälfte wird nochmals aufgeteilt: Gegen 30 % der Kosten tragen private Partner und Sponsoren, bis zu 20 % die öffentlichen Hand in der Form von Gemeindebeiträgen.  

Das mybuxi Finanzierungsmodell für den Betrieb.

Es mag als Widerspruch erscheinen, dass die öffentliche Hand auf der Ebene Gemeinde oder Region einen finanziellen Beitrag leistet. Die Logik ist jedoch einfach: «wer (mit)zahlt, redet mit». Unsere Erfahrungen mit diesem Modell der Gemeindebeiträge sind sehr positiv. Die Gemeinden erhalten damit die Möglichkeit, ihre Zielsetzungen, die die Mobilität betreffen, in den regelmässig stattfindenden Steuerungssitzung einzubringen. Seien es Energieziele, Verkehrsreduktion, die Attraktivität der Gemeinde für Familien oder Senioren: die Anforderungen können schnell und einfach eingebracht werden. 

demFast alle Unternehmen sind darauf angewiesen, dass sie von MitarbeiterInnen und KundInnen gut erreicht werden können. Das Gleiche gilt für Institutionen wie Altenheime, Vereine, Veranstalter von Kultur- und Sportanlässen etc. Damit lösen sie einen Mobilitätsbedarf aus. In einer Haltepunktpartnerschaft mit mybuxi haben sie die eine einfache Möglichkeit, ihre «Erreichbarkeit» ganz einfach zu verbessern. Gegen eine Gebühr können sie einen oder mehrere Haltepunkte mit frei wählbaren Namen festlegen. 

Das mybuxi geniesst einen guten Ruf – es ist ein nachhaltiges und soziales Angebot. Damit ist es auch ein guter Werbepartner. Einnahmen aus diesem Bereich tragen ebenfalls zur Finanzierung des Betriebs und – noch wichtiger – zur Weiterentwicklung des Angebots von mybuxi bei. Partnerschaften und Sponsoring von mybuxi ist auf verschiedene Arten möglich. Das Tagessponsoring markiert das Einstiegsniveau. 

Neues Modell Gemeindebeiträge

 Auf der Basis der Erfahrungen im Emmental hat mybuxi ein Modell für Gemeindebeiträge entwickelt, um den verschiedenen Bedürfnisse der Gemeinden Rechnung zu tragen. Dieses Modell gilt für Gemeinden, die an das bestehende Betriebsgebiet angrenzen. Mit einem einmaligen Einkaufsbetrag werden die nötigen Anpassungen finanziert. Je nach Bedarf kann die Gemeinde verschiedene Leistungsstufen wählen, die von CHF 6.- pro EinwohnerIn und Jahr bis zu CHF 60.- reichen. Zum Vergleich: im Durchschnitt geben Schweizer Gemeinden für den öffentlichen Verkehr pro EinwohnerIn und Jahr CHF 120.- aus. Je höher der Beitrag der Gemeinde liegt, desto dichter wird das Gebiet bedient und die Kosten für weitere von Privaten gewünschte Bedienpunkte und kommerziellen Haltepunktpartnern sinken.
Sofern es im Interesse der Gemeinden liegt, die einen Beitrag entrichten, werden auch Punkte in angrenzenden Gemeinden erschlossen, die selbst keinen Beitrag leisten. 

Finanzierungsmodell Gemeinden im Emmental

Weitere Informationen

Für weitere Informationen steht Ihnen das mybuxi-Team gerne zur Verfügung. Anfragen werden am einfachsten per Email an info@mybuxi.ch gerichtet. Über die Eingabe-Maske können bei Interesse einer Gemeinde – unabhängig vom Ort – die wichtigsten Daten bereits eingegeben werden, die für eine Beurteilung eines mybuxi-Betriebs nötig sind.